Frühere Riekofener Pfarrgemeinderatsvorsitzende fordert Richtigstellung

Die frühere Pfarrgemeinderatsvorsitzende Beate Sötz setzt sich gegen eine Presseerklärung der bischöflichen Pressestelle zur Wehr.

In der Presseerklärung des Bistums vom 13.3.2008 heißt es:

    Nachdem das Regensburger Amtsgericht alle Einschränkungen für einen seelsorglichen Einsatz von Peter K. mit Ende der Bewährung aufgehoben und der Therapeut in dem Abschlussbericht der gerichtlich angeordneten Therapie für einen allgemeinen, seelsorglichen Einsatz „keine Bedenken“ gesehen hatte, kam man im Ordinariat zu der Einschätzung, auf Bitten der Verantwortlichen in beiden Pfarreien – vor allem der damaligen Pfarrgemeinderatsvorsitzenden, die mit „Wir sind Kirche“ zusammenarbeitet – Peter K. als Pfarradministrator einsetzen zu können.“

Mit dieser Zuordnung der Pfarrgemeinderätin zu der der von Müllers Ordinariat regelmäßig als „kirchenfeindlich“ verleumdeten  kirchenkritischen Gruppe sollte wohl Frau Sötz auch in die Riege der böswilligen Kirchenfeinde eingereiht werden, als deren Opfer sich Müller fühlt. Außerdem sollte dem Pfarrgemeinderat eine Mitschuld an der Bestallung des Kinderschänders K. angedichtet werden.

Frau Sötz weist diese Behauptungen zurück und stellt fest, dass sie zu keiner Zeit mit Vertretern von „Wir sind Kirche“ Kontakt hatte. Und außerdem besteht sie darauf, dass sie, im Gegensatz zum Personalreferenten des Bistums,  über das kriminelle Vorleben des Pfarrers von Riekofen zu keinem Zeitpunkt informiert war. „Ich erwarte vom Bistum Regensburg – auch im Sinne der von ihm selbst immer wieder geforderten korrekten Darstellung der Fakten – dass es die unwahren Behauptungen sofort zurücknimmt und aus der Internetmeldung entfernt„. (Quelle)

Auch die Kirchenvolksbewegung „Wir sind Kirche“ weist die Behauptungen des Ordinariats als „völlig unwahr und jeglicher Grundlage entbehrend“ zurück zurück und stellt fest:

  • Es gab zu keinem Zeitpunkt weder vor noch nach Bekanntwerden des sexuellen Missbrauchs eine Zusammenarbeit von Verantwortlichen von Wir sind Kirche und der damaligen Pfarrgemeinderatsvorsitzenden.
  • Wenn sich die Verantwortlichen der beiden Pfarreien um einen Einsatz Peter K.s als Pfarradministrator eingesetzt haben, dann haben sie das ganz allein und insbesondere ohne Kenntnis der Vorgeschichte des Betreffenden getan.
  • Wir sind Kirche hat bewusst darauf verzichtet, einen Kontakt zur Gemeinde Riekofen oder Personen dort aufzubauen, da zu erwarten war, dass Bischof Müller das der Gemeinde oder einzelnen Personen zum Vorwurf machen würde.

Der Forderung, die Falschbehauptungen richtigzustellen, ist die bischöfliche Pressestelle bis dato nicht nachgekommen.

Wir meinen: Pfui Teufel, Herr Bischof. „Du sollst nicht falsches Zeugnis geben wider Deinen Nächsten“.

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